WO BERGE UND MEER SICH TREFFEN

Soooo viel hatte ich vorab über den herrlichen Indian Summer in den Neuenglandstaaten an der Ostküste der USA gelesen, soooo viele Bilder von der Farbenpracht schon staunend betrachtet – in Bildbänden, Reisereportagen, Artikeln im Internet…

Meine Vorfreude und Erwartungen waren dementsprechend hochgesteckt, als ich Ende Oktober 2018 in den Flieger Richtung Boston stieg, um meine Freundin in New Hampshire zu besuchen.

Unser Plan war ein Mädels-Kurztrip weiter in den Norden nach Maine, fast schon an der Grenze Kanadas, genauer: in den Acadia National Park

Auf dem Weg dorthin wurden wir immer aufgeregter und gespannter, ob die Bäume wohl zu dieser spätherbstlichen Zeit überhaupt noch Blätter tragen würden oder ob wir nicht vielleicht viel zu spät dran waren, um noch in den Genuss der Hochsaison des Indian Summers zu kommen.

Was soll ich sagen? Ehrlich? Mir fehlen die passenden Worte!

Keine Superlative, keine Laudatio und keine bewundernden Worte könnten der Realität gerecht werden!  Wir wurden schlichtweg umgehauen von der Farbenpracht des Herbstes und konnten unseren Augen nicht trauen, als wir die Vielfalt an leuchtenden gelben, grünen, roten, orangenen und braunen Blättern des Nationalparks sahen.

Und so ging es uns an jedem einzelnen der vier Tage, die wir an diesem traumhaft schönen Fleckchen Erde verbrachten.

Wir konnten uns nicht satt sehen, gar nicht genug bekommen, fühlten uns wie verzaubert von dieser Explosion der Farben!

Ok, ok, ich hör erstmal auf zu schwärmen… 😉

Was ich Dir ans Herz legen möchte: wenn Du die Natur liebst, gerne wandern gehst, und Dir die Kombination aus Bergen und Meer gefällt, denk nicht länger nach und plane UNBEDINGT einen Besuch im Acadia National Park!

Dass ich den Herbst als beste Reisezeit empfehle, versteht sich wahrscheinlich von selbst… 😉


ALLGEMEINE INFO
Lage und Anreise

Der Acadia National Park umfasst etwa 192 km² Küstengebiet von Maine. Als einziger Nationalpark in Neuengland ist er besonders bekannt für seine zerklüftete Felsküste am Atlantik und die raue Landschaft mit Bergen, Wäldern und Seen.  Der größte Teil des Parks liegt auf Mount Desert Island (über einen Damm mit dem Festland verbunden) sowie auf vielen kleinen und größeren vorgelagerten Inseln und Halbinseln.

Der Hauptort von Mount Desert Island und Eingangstor zum Acadia National Park ist Bar Harbor, im Nordosten der Insel gelegen.

Der Besuch des Acadia National Parks lässt sich meiner Meinung nach großartig mit einem City Trip nach Boston, DER Metropole Neuenglands verbinden.


Schau mal in meinen Beitrag hierzu mit ganz vielen Tipps für meine Highlights in Boston.

Von dort aus sind es mit dem Auto ca. 285 Meilen (= 459  km) über die Autobahn I-95 bis nach Bar Harbor, eine Fahrt von ca. 4,5 Stunden.

Du kannst die Strecke aber zum Beispiel im kleinen, gemütlichen Fischerörtchen Portsmouth in New Hampshire unterbrechen. Oder aber in der historischen Hafenstadt Portland, der größten Stadt des Bundesstaates Maine.

Alternativ gibt es auch die Möglichkeit direkt den Flughafen Bangor in Maine anzusteuern, dieser ist nur 50 Meilen und damit etwa eine Autostunde Fahrt von Bar Harbor entfernt. Allerdings gibt es von Deutschland aus keine Direktflüge dorthin.

Map Lage Acadia National Park
Lage Acadia National Park, Quelle: © OpenStreetMap-Mitwirkende

Was Du unbedingt wissen solltest!

Beste Reisezeit

Die Hauptsaison, in der auch der „Island Explorer Shuttle Bus“ in Betrieb ist und die schönsten Sehenswürdigkeiten und Wanderstart- und Zielpunkte abklappert, ist vom 23. Juni bis Anfang Oktober.

Logischerweise ist es zu dieser Zeit natürlich auch am vollsten.

Wer mobil ist und mit einem Mietwagen unterwegs ist, steuert den Nationalpark am besten in der Vor- oder Nachsaison an.

Die Park Loop Road, welche die absoluten Highlights im Park miteinander zu einer schönen Rundfahrt verbindet, ist meistens ab dem 15. April geöffnet, sofern es das Wetter erlaubt. Die Straße schließt dann spätestens am 01. Dezember, falls die Schneelage nicht eine frühere Sperrung erforderlich macht.

Als riesiger Fan des Indian Summers empfehle ich Dir unbedingt einen Besuch im Oktober, am besten in der 2. oder 3. Oktoberwoche. Falls Du – so wie wir – Glück hast und die Hochphase der Blätterverfärbung jahresbedingt etwas später ist, kommt auch noch die vierte Woche im Oktober in Frage.

In diesen Wochen gibt es VIEL weniger Besucher im Nationalpark, da auch kaum noch Kreuzfahrtschiffe in Bar Harbor anlegen.  So kannst Du die Natur sehr viel entspannter genießen, und das zur absolut allerschönsten Jahreszeit!

Der einzige Nachteil ist, dass aufgrund der Nachsaison nicht mehr alle Restaurants und Geschäfte in Bar Harbor geöffnet haben oder nur noch eingeschränkte Öffnungszeiten haben… Aber kein Problem, wir haben es trotzdem geschafft, viel zu viel Geld in den schönen Lädchen auszugeben und hervorragend gegessen! 🙂

Acadia National Park Indian summer Park Loop Road
Park Loop Road im Acadia National Park

Ideale Reisedauer 

So drei bis vier Tage sollten es schon mindestens sein, damit Du nicht durch den Park hetzen musst. Ich wäre gerne noch länger geblieben.

Um einen guten Einblick vom Nationalpark zu bekommen, empfehle ich Dir wenigstens zwei Wanderungen, eine Fahrt entlang der Park Loop Road auf den Cadillac Mountain und einen gemütlichen Stadtbummel durch Bar Harbor einzuplanen.

Und für dieses Programm sind drei oder vier Nächte schon das Mindeste!

Eintrittsgebühren

Ein Wochenpass kostet 30 USD pro Fahrzeug. Dieser kann entweder vorab online oder in einem der Besucher- und Informationszentren im Park erworben werden.

Aktivitäten im Acadia National Park 

–   125 Meilen Wanderwege

–   45 Meilen Carriage Roads = Fahrwege zum Mountainbiken

–   Kayak– oder Kanufahrten

–   2 Strände zum Baden und Relaxen

–   Unzählige unterschiedliche Führungen und Touren mit Rangern

–   Klettern, Angeln, Pferde reiten……


Unsere Unterkunft in Bar Harbor

Obwohl es auch vier Campingplätze im Acadia National Park gibt, haben wir die etwas komfortablere Version im Hotel gewählt.

Wir haben uns für das Hampton Inn in Bar Harbor* als Unterkunft entschieden, da es ruhig gelegen ist, einen tollen Ausblick über das Meer bietet und das Preis–Leistungsverhältnis unheimlich gut ist.

Ein zusätzliches Plus ist, dass es den ganzen Tag über freien Kaffee, Tee, Wasser und Cookies gibt.

In der Hauptsaison wird sogar ein kostenfreier Shuttlebus direkt vom Hotel aus über die ganze Insel angeboten.

Der größte Nachteil ist, dass es nicht direkt im Ortszentrum gelegen, sondern einen Fußmarsch von 30 Minuten entfernt ist.

Und dass immer noch Plastikbesteck und Pappteller zum Frühstücksstandard bei dieser Hotelkette zählen, hat mich sehr enttäuscht!

Wenn da in der nächsten Saison immer noch keine Fortschritte zu sehen sind, würde ich wohl beim nächsten Mal lieber eines der kleineren Inns oder Bed & Breakfast Pensionen im Ortszentrum buchen, zum Beispiel das traumhaft gelegene Bar Harbor Inn* oder Primrose Inn*.


WANDERUNG AUF DEM BEEHIVE TRAIL

Puh, gar nicht so einfach sich zu entscheiden, bei der riesigen Auswahl an Wanderwegen, die im Acadia National Park zur Verfügung stehen.

Wir wollten unbedingt eine ordentliche Portion Abenteuer dabei haben, aber es sollte trotzdem nicht zu kräftezehrend und schwierig werden.

Die perfekte Lösung?

Der BEEHIVE TRAIL! 

Und – Vorsicht! – an dieser Stelle geht meine Schwärmerei wieder los!  Der Beehive Trail ist nicht umsonst einer der beliebtesten und spektakulärsten Wanderstrecken im Acadia National Park.

Wir haben ihn mit dem Bowl Trail, Gorham Mountain Trail und dem Ocean Path zu einer Runde verbunden, die wirklich einzigartig und total abwechslungsreich war.

Vom Parkplatz am Sand Beach startest Du direkt mit dem Beehive Trail, dem abenteuerlichsten Teil der Wanderung.  Dieser Klettersteig geht zunächst noch harmlos los, wird aber dann Stück für Stück immer herausfordernder und ist auf keinen Fall zu unterschätzen.

Wer also nicht schwindelfrei und völlig untrainiert ist, sollte wirklich lieber die Finger davon lassen.  Auch wenn es stets gute Halterungen, Trittstufen und Leitern gibt, wäre in Deutschland bei einem solchen Weg garantiert die Nutzung von Karabinern vorgeschrieben!

Die wichtigsten Daten:

Acadia National Park Beehive Trail
Kraxelpartie auf dem Beehive Trail
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Kurz vor dem Gipfel des Beehive Mountains

Meine Freundin und ich waren schwer begeistert von der Kombination aus Abenteuerfaktor und den grandiosen Aussichten, die uns nach jedem kraxeligen Teilabschnitt wieder belohnten.

Wir konnten teilweise echt nicht mehr glauben, dass wir uns gerade nicht in einem Traum befanden und die Natur um uns herum so unfassbar und überwältigend schön war!

Das Panorama vom Beehive Mountain ist einfach fantastisch! Die in allen Farben leuchtenden Herbstwälder, der glitzernde Atlantik mit der rauen felsigen Küste und der schöne Sand Beach, alles lag uns zu Füßen, wir wussten gar nicht mehr, wohin wir zuerst schauen sollten!

Eine wahre Reizüberflutung der Sinne, und es war um mich geschehen, SCHOCKVERLIEBT in die Schönheit des Acadia National Parks!

Wie gesagt, der Beehive Trail ist zum Teil ziemlich steil und anspruchsvoll, daher gehe diesen auf keinen Fall bergab, um nichts zu riskieren!

Vom Beehive Mountain geht es dann eigentlich noch ein paar Meter aufwärts bis zum Bowl Lake, aber da haben wir leider irgendeinen Abzweig verpasst und sind etwas zu früh in den abwärts führenden Bowl Trail eingestiegen.

Hier kann man sich dann erstmal wieder entspannen und ganz in Ruhe den schönen, felsigen Pfad und das bunte Herbstlaub genießen.  Was wir natürlich ausgiebig getan haben… :–)

Es geht dann anschließend weiter auf den Gorham Mountain Trail, für den Du nochmal ein paar Höhenmeter benötigst. Aber er ist trotzdem weitaus weniger anstrengend und spektakulär als der vorige Aufstieg auf dem Beehive Trail.

Angekommen auf dem Gipfelplateau des Gorham Mountains waren wir wieder einmal völlig fasziniert von der atemberaubenden Aussicht auf die Küste und dem unten liegenden Sand Beach. Eine andere Perspektive, aber nicht weniger schön!  Und ein idealer Ort für ein Picknick auf den zahlreichen, zum Teil richtig ergonomisch geformten Felsbrocken.

Leider nahten an unserem Tag schon dunkle Wolken, so dass wir uns direkt an den Abstieg über felsige Waldwege machten.

Unten angekommen beendeten wir die Runde mit dem einfachsten Teil der Wanderung, es ging nun immer parallel zur Straße den Ocean Path entlang zurück zum Sand Beach.

Das hört sich vielleicht langweilig an, weil der Weg nicht wirklich anspruchsvoll ist, ist es aber ÜBERHAUPT nicht.  Es geht die ganze Zeit am Atlantik entlang, vorbei an der rauen Küste und den Klippen, immer wieder unterbrochen durch kleine Seitenpfade zu Aussichtspunkten über das Meer. Ein perfektes Cool–down für die vorige Anstrengung!

Der gut ausgebaute Weg führt auch am Thunder Hole vorbei, einem Ort, an dem die Wellen mächtig gegen die Felsen prallen und so eine natürliche Höhle geschaffen haben. Hier kannst Du Dich mit einer kleinen Dusche erfrischen, sofern Du Dich bis ans Ende des Aussichtssteges traust!

Inzwischen waren wir aber sowieso schon pitschepatschenass vom Regenschauer und sind doch recht zügig zurück zum Sand Beach gewandert.  Natürlich aber nicht ohne nochmal die Treppen zum Strand hinunterzusteigen. Badewetter hatten wir zwar keines, aber der Strand ist landschaftlich wunderschön gelegen und wirklich nett anzuschauen.

Ein optimaler Abschluss dieser abwechslungsreichen und eindrucksvollen Rundwanderung, die Du nicht verpassen solltest!

Den GPX Track der Tour schicke ich Dir übrigens gerne per E-Mail zu, wenn Du mir einen kurzen Kommentar unter dem Beitrag hinterlässt.


WANDERUNG AUF DEN PENOBSCOT MOUNTAIN

Acadia National Park Indian Summer Wanderung Penobscot Mountain wandern Jordan Pond
Auf dem Weg zum Penobscot Mountain
Acadia National Park Indian Summer Wanderung Penobscot Mountain wandern Jordan Pond
Auf dem Weg zum Penobscot Mountain

Nach einer der wahrscheinlich beeindruckendsten Wanderungen unseres Lebens am Vortag auf dem Beehive Trail und den Gorham Mountain nahmen wir uns am nächsten Tag vor, unsere Erwartungen erstmal ordentlich nach unten zu schrauben.  Schöner konnte es ja ohnehin nicht mehr werden, davon waren wir fest überzeugt.

Dementsprechend stellten wir uns am nächsten Tag eher auf einen gemütlichen und netten Spaziergang ein, als wir in Richtung Jordan Pond House aufbrachen.

Auf unserem Plan stand der „Penobscot Mountain Loop“, die Routenbeschreibung enthielt nichts, was irgendwie auf Kraxeleinlagen oder Schwindelfreiheit hingedeutet hätte. Also, los geht’s…. 😉

Die wichtigsten Daten:

Unsere Rundwanderung ging auch ganz entspannt an der Westseite des Besucherzentrums los, ganz eben auf einem fast schon langweiligen Fahrweg entlang des Jordan Ponds.

Endlich hatten wir mal ausgiebig Zeit über Gott und die Welt zu quatschen und nicht alle paar Meter Schweißausbrüche wegen neuer Kletterpassagen zu bekommen.

Nach etwa 1,6 Meilen war dann Schluss mit Flanieren und Schwadronieren… Es ging nach links auf den Deer Brook Trail (einfach auf die nah liegende Brücke an der Weggabelung achten), und zwar nur in eine Richtung: steil nach oben!

Zunächst über angelegte Stufen, einem kleinen Bach folgend, dann über Stock und Stein und querliegende Bäume durch einen traumhaft ursprünglichen, naturbelassenen und wilden Wald, wie er schöner nicht sein könnte.

Wir mussten schon immer genau auf die Markierungen auf den Baumstämmen und Felsen achten, um den Weg noch als solches zu erkennen.

Nach ein paar hundert Metern führte der Weg zu einer Kreuzung, und es ging auf dem Jordan Cliffs Trail noch ein kurzes Stück weiter aufwärts und dann nach rechts auf die letzte Etappe des Penobscot East Trails.

Und an dieser Stelle war es mal wieder soweit, und wir verstanden endlich, warum der Weg als moderat bis schwierig gekennzeichnet war!

Es hieß wieder „Auf ins nächste Kraxelabenteuer“. Wie hatten wir das vermisst!

Bizeps und Trizeps wurden endlich wieder gefordert und konnten zeigen, was sie nach dem Muskelkater vom Vortrag noch so drauf hatten…;-)

Allerdings im Vergleich zum Beehive Trail auf jeden Fall eine Schwierigkeitsstufe harmloser.

Stück für Stück wurde die Aussicht auf den Jordan Pond und den Atlantik immer großartiger, und der Gipfel des Penobscot Mountains rückte immer näher.

Die großen Platten aus exponiertem Granitfelsen auf dem Gipfelplateau sind einfach ein grandioser Ort zum Ausruhen, Kraft auftanken und natürlich Fotografieren.

Wunderschön – diese karge Landschaft entlang des Bergrückens mit ihrer spärlichen heide- und moorartigen Vegetation und den teils rosafarbenen Granitformationen, die von Gletschern herausgewaschenen Rillen und Wellenmustern!

Diese Weite, der 360 Grad Fernblick auf den Ozean und die vorgelagerten Inseln, auf Bar Harbor, die ringsum gelegenen Wälder und Seen – Kanada-Feeling pur (wobei ich noch gar nicht dort war, aber genau so stelle ich es mir dort vor)!

Alle paar Meter ertönte das Klickgeräusch meiner Kamera und brachte den Akku an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit!

Eigentlich wollten wir auch noch die kleine Schleife zur Felsformation „Lower Amphitheatre“ mitnehmen, beschlossen dann aber abzukürzen und über den Spring Trail zurück zum Jordan Pond House zu kehren.

Wir wollten nämlich unbedingt noch eine Runde durch den süßen Ort Bar Harbor bummeln und unseren Muskeln eine verdiente Pause gönnen.

Auch der Abstieg über den Spring Trail war abenteuerlich, kurzweilig, felsig und vor allem mit vielen bewundernden „Ahs“ und „Ohs“ von uns verbunden.

Acadia National Park Indian Summer Wanderung Penobscot Mountain Jordan Pond wandern
Abstieg vom Penobscot Mountain zurück zum Jordan Pond

Diese Wanderung war vom Charakter ganz anders als unsere erste auf den Beehive und Gorham Mountain, aber dennoch nicht weniger faszinierend.

Zwar war der Thrill-Faktor hier etwas dezenter, die Ausblicke und die Felslandschaften jedoch wieder einmal unglaublich schön.

Auch die herrliche Ruhe und die Tatsache, dass diese Rundwanderung anscheinend nur wenig begangen wird (die Begegnungen mit anderen Wanderern konnten wir an diesem Tag an einer Hand abzählen) haben uns überzeugt und unsere Liebe zum Acadia National Park noch weiter vertieft!

Wieder angekommen am Jordan Pond House, solltest Du dem Besucherzentrum mit Shop unbedingt noch einen Besuch abstatten.

Das Café mit Terrasse hatte zwar wegen Nachsaison nicht mehr geöffnet, aber im Laden konnten wir als frisch gebackene Acadia Fans noch richtig tolle und originelle Souvenirs und Geschenke für die Daheimgebliebenen erbeuten (nicht so diesen üblichen Tourikitsch).


CADILLAC MOUNTAIN UND PARK LOOP ROAD

Acadia National Park Cadillac Mountain Indian summer wandern Wanderung
Auf dem Gipfelplateau des Cadillac Mountains

Zum Abschluss unseres Kurztrips in den Acadia National Park wollten wir auf jeden Fall noch die 27 Meilen lange Park Loop Road abfahren, um schweren Herzens von den leuchtenden Herbstfarben Abschied zu nehmen.

Daran hatten wir uns auch am dritten Tag in keinster Weise satt gesehen und mussten uns zwingen, nicht alle paar Meter anzuhalten, weil es gefühlt nach jeder Kurve einfach immer schöner und farbenprächtiger wurde.

Unsere Herzen machten zum wiederholten Male Luftsprünge, als wir den Indian Summer und die Highlights des Acadia National Parks nochmal in seiner vollen Pracht erlebten.

Als Highlight empfehle ich Dir auch unbedingt auf dem Gipfelplateau des 470 Meter hohen Cadillac Mountains anzuhalten, das Du ganz entspannt mit dem Auto ansteuern kannst!

Als notorische Morgenmuffel haben wir es leider nicht geschafft, den Sonnenaufgang hier zu erleben, aber auch zur Mittagszeit war das Panorama in alle Richtungen einfach atemberaubend!

Diese spektakuläre Rundumsicht auf den Nationalpark, Bar Harbor, den Atlantik und die unzähligen vorgelagerten kleinen Inseln hat uns zutiefst beeindruckt.

Nie hätten wir erwartet, dass alle unsere (schon extrem hohen) Erwartungen zum Indian Summer im Acadia National Park so übertroffen werden würden!

Acadia National Park Park Loop Road wandern Indian summer
Einer unser gefühlt 1000 Stopps auf der Park Loop Road
Acadia National Park Cadillac Mountain Indian summer wandern
Cadillac Mountain - Es geht nicht mehr schöner

BAR HARBOR

Meine Liebeserklärung an den Acadia National Park wäre nicht komplett, ohne Dir vom kleinen und sehenswerten Städtchen Bar Harbor vorzuschwärmen.

So ein charmantes und idyllisches Heile-Welt Örtchen wie aus dem Bilderbuch!

Da wundert es einen nicht, dass hier regelmäßig die großen Kreuzfahrtschiffe vor Anker gehen und die Touristenmassen sich in der Main Street mit ihren Boutiquen, Restaurants und Cafés tummeln.

Zu unserer Nachsaison-Zeit glücklicherweise nicht, und trotz eingeschränkten Öffnungszeiten haben wir ausgiebig in den hübschen Kunsthandwerks- und Klamottenlädchen geshoppt.  Es hat richtig Spaß gemacht, das kleine, aber feine Ortszentrum zu erkunden.

Direkt an der Frenchman Bay gibt es einige Ausflugsschiffe, die in der Hauptsaison jede Menge verschiedener Touren anbieten, unter anderem Wal- und Papageientaucher- Exkursionen und Bootsfahrten zu den Leuchttürmen.

Es lohnt sich ebenfalls, am noblen Bar Harbor Inn vorbei, den herrlich gepflegten Ocean Path, eine einladende Uferpromenade, entlangzulaufen.

Gepflegte Parkanlagen, exquisite Hotels und kleine, herrschaftliche Guesthouses und Villenanwesen prägen das Stadtbild.

Hier lässt sich gut und gerne ein gemütlicher Tag mit ausgiebigem Stadtbummel und leckerem Essen in einem der vielen Hummer- und Meeresfrüchte Restaurants verbringen.


Zum Finale noch meine Restaurant-Tipps für Bar Harbor:

Havana

Feineres und hochpreisiges Restaurant mit hervorragendem Service, Mix von kubanischer Küche mit Spezialitäten aus Neuengland (Maine Lobster, Fisch), unglaublich riesige Weinauswahl

 

Leary’s Landing Irish Pub

Kleiner, typischer Irish Pub, ungezwungene Atmosphäre, freundlicher Service, leckere Burger, gute Auswahl an Cocktails

 

Galyn’s

Mein absoluter Favorit, Top Service, mittlere Preisklasse, gemütlicher Wintergarten, wahnsinnig leckere Lobster Biscuits und Crab Cakes, als Dessert auf KEINEN Fall das Blueberry-Apple Crisp versäumen! Mhmmm….

Acadia National Park Blueberry Apple Crisp
Blueberry-Apple Crisp - JEDE Kalorie wert!

*Transparenz: Dieser Blogartikel enthält meine persönlichen Empfehlungen in Form von sogenannten Affiliate Links. Wenn du etwas über diese Links buchst (oder kaufst), dann erhalte ich eine kleine Provision. Wichtig: Für Dich ändert sich der Preis dadurch nicht! Tausend Dank von mir für Deine Unterstützung!


Ich hoffe, ich konnte Dich für den Acadia National Park begeistern.

Den Indian Summer hier zu verbringen, ist einfach ein Traum, aus dem ich am liebsten nie wieder aufgewacht wäre!

Hat Dir der Artikel gefallen? War er für Deine Reiseplanung hilfreich?

Ich freue mich sehr, wenn Du Deine Anmerkungen, Fragen oder Ergänzungen in einem Kommentar unter diesem Beitrag mit mir teilst.

Gerne schicke ich Dir auch die GPX Tracks der Wanderungen per Email zu.

Und falls Du noch weitere Inspirationen für wunderschöne Wandertouren im Herbst suchst, schau doch mal bei meinen Bloggerkollegen von „A Tasty hike“ vorbei. Dort gibt es ganz tolle Wandertipps für Deutschland, Österreich, Südtirol und die Schweiz.