Hinter mir plätschert ein Bach, um mich herum tanzt ein leichter Wind in den Baumwipfeln, und die belgische Praline zergeht in meinem Mund und entfaltet dabei ihren vollen Geschmack – hach ist das schön! In mir macht sich ein Gefühl von absoluter Zufriedenheit breit, das ist wohl der Effekt vom Wandern in der Wallonie.
Die Wallonie ist eine Region im Süden von Belgien. Sie bietet mit wilden Bachläufen, den sanften Hügeln der belgischen Ardennen und idyllischen Orten einige der schönsten Wanderrouten des Landes.
In diesem Blogartikel stelle ich dir meine favorisierten Trails, Unterkünfte zum Wohlfühlen und besondere Einkehrmöglichkeiten vor. Bereit, deine neue Lieblingswanderregion kennenzulernen?
Werbehinweis
Dieser Artikel enthält Werbung für meinen Kooperationspartner VisitWallonia, der mich zu dieser bezahlten Medienreise eingeladen hat. Die Inhalte und meine persönliche Meinung, die ich in diesem Beitrag wiedergebe, wurden dadurch nicht beeinflusst.
Die belgischen Ardennen – Eine Traumlandschaft in der Wallonie
Die Ardennen erstrecken sich über Frankreich, Luxemburg und Belgien, wobei der Flächenanteil in Belgien am größten ist. Geografisch sind die belgischen Ardennen im Süden des Landes, der Region Wallonie zu verorten. Hier prägen die dichten hügeligen Wälder das Landschaftsbild. Sie sind nicht nur das Zuhause unzähliger Vögel sowie Insekten und stellen die grüne Lunge Belgiens dar, sie bieten auch ein gigantisches Netz aus idyllischen Wanderwegen.
Einige der schönsten führen entlang von Flüssen. Das erlebst du besonders häufig in der wasserreichen Region Ourthe-Vesdre-Amblève (kurz OVA). Namensgebend sind die drei Flüsse: Ourthe, Weser (Vesdre) und der Amel (Amblève). Sie formen mit ihren Tälern eine märchenhafte Landschaft und ein Traumgebiet für alle Outdoorenthuisasten!
Reist du mit der Bahn an, bietet sich der Eurostar ab Köln oder Aachen nach Lüttich (belgisch: Liège) und von dort aus der belgische Regiozug an. Ab Lüttich erreichst du so Orte wie Aywaille und Spa ganz bequem und kannst die Region Ourthe-Vesdre-Amblève auf wunderschönen Wanderungen entdecken.
Mit dem Auto ist es ab Aachen ein kurzes Unterfangen. Unsere Spots in diesem Artikel sind alle in ca. einer Stunde von hier aus zu erreichen. Ein Auto ist auch vor Ort hilfreich, um zum Start der Rundwanderwege zu gelangen.
Alternativ würde ich dir empfehlen, ein Rad mitzunehmen, sowohl für die Touren zu den Wanderausgangspunkten als auch für Radtouren durch die Wallonie. Aber sei gewarnt: Die wallonische Landschaft zeichnet sich durch ihre hügelige Struktur aus, und das heißt für Radfahrer, dass immer wieder knackige Steigungen warten. Wer kein geübter Rennradfahrer ist, dem würde ich daher ein E-Bike empfehlen.
So schön ist Radfahren in der Wallonie!
Meine liebsten Wanderrouten in der Wallonie
Gerade für einen Wanderurlaub in Europa während der Sommermonate finde ich die Wallonie ideal. Während man in vielen Bergregionen stundenlang in der prallen Sonne unterwegs ist, verlaufen die Wege hier häufig durch Waldgebiete und entlang von Gewässern. Selbst an heißen Tagen bleibt das Wandern dadurch erstaunlich angenehm. Meine drei Lieblingsrouten in der Wallonie vereinen technisch einfache Wege mit absoluten Traumkulissen.
Wallonie Wandertipp Nr. 1 – Entlang der drei wilden Bäche: Ninglinspo, Chefna und Amblève
DATEN UND FAKTEN
Streckenlänge: 13,6 km
Dauer: 4 Stunden
Höhenmeter: 310 hm bergauf, 320 hm bergab
Schwierigkeit: leicht
Parken/ Startpunkt: Parkplatz in Sedoz
Restaurant-Tipp: Für die Wanderung packst du dir am besten ein Lunchpaket ein. Am Start- und Endpunkt gibt es zwar ein Restaurant, aber auf der Strecke selbst nicht. Dafür aber viele schöne Pausenbänke.
Hotel-Tipp: Das R Hotel in Remouchamps ist ideal für alle, die es auch nach der Wandertour sportlich mögen. Mit einer Tageskarte bekommst du Zutritt zum Fitnessstudio, für dein Rad gibt es einen Fahrradraum, und das Frühstück bietet neben diversen Leckereien auch viele gesunde Optionen.
Einige Hunde freuen sich über die Erfrischung am Ninglinspo.
Von Sedoz zum Ninglinspo
Schon beim Blick auf die Wanderkarte wird klar: Diese Tour könnte sich zu meinem Favoriten in der Wallonie entwickeln.
Vom Parkplatz in Sedoz starten gleich mehrere verschiedene Routen durch die Wälder und Täler der Region. Ich entscheide mich für die längste Runde, immerhin will ich wirklich nichts verpassen, und die Tatsache, dass man auf dieser Tour gleich drei Gewässer erlebt, klingt verlockend.
Wie schön das Wandern in der Region ist, wissen Einheimische ebenso wie Besucher. Spätestens seit Corona zieht es viele für Tagesausflüge hierher, und selbst an einem Freitagmorgen füllt sich der Parkplatz überraschend schnell. Mein Rat deshalb ganz klar: Vor 10 Uhr hier sein.
Kaum zehn Meter nach dem Start führt bereits eine kleine Brücke über den Ninglinspo. Ein paar Schritte später verschwindet die Straße hinter mir, und ich tauche direkt ein in die wilde, fast märchenhafte Natur der Wallonie.
Einfach mal stehen lassen und die wilde Landschaft auf sich wirken lassen.
Lange dauert es nicht bis zum ersten Höhepunkt. Gerade einmal rund 600 Meter nach dem Start rauscht bereits der kleine Wasserfall Cascade de la Chaudière vor mir die Felsen hinab.
Danach geht es immer weiter am Ninglinspo entlang. Der schmale Pfad führt durch dichten Wald, mal über steinigen Untergrund, mal durch etwas Matsch, immer begleitet vom Plätschern des Wassers. An einem heißen Sommertag ist der schattige Verlauf des Weges ein Geschenk. Immer wieder begegnen mir Einheimische mit ihren Hunden, die sich begeistert ins kühle Nass stürzen. Bei Temperaturen um die 30 Grad kann ich dieses Bedürfnis nur zu gut verstehen.
Wasserfall Cascade de la Chaudière
Der Ninglinspo gilt als einer der wildesten Bäche Belgiens und hat über Jahrtausende tiefe Wasserbecken und kleine Kaskaden in die Felsen geschliffen.
Viele dieser Becken tragen poetische Namen wie „Bain d’Hermes“ oder „Bain de Diane“. Immer wieder tauchen sie zwischen den Steinen auf, als hätte jemand entlang des Baches kleine Naturpools angelegt.
Wasserbecken mit Wasserfall am Ninglinspo
Mit seinen schmalen Pfaden, Holzbrücken und den ständigen Seitenwechseln des Ufers wirkt der Weg fast wie ein natürlicher Abenteuer-Spielplatz für Wanderer.
Mal läuft man direkt am Wasser entlang, mal ein paar Meter erhöht zwischen den Bäumen. Immer wieder eröffnen sich neue Perspektiven auf den Bach und seine kleinen Wasserfälle.
An einer Stelle klettere ich kurz über Felsen nach oben. Eine minimale Seilsicherung hilft dabei, wirklich notwendig ist sie allerdings nicht. Während ich über die Steine steige, begleitet mich weiterhin das beruhigende Rauschen des Wassers.
Das sanfte Plätschern und Rauschen begleitet mich während der ganzen Wanderung.
Vom Ninglinspo zur Chefna
Irgendwann heißt es dann Abschied nehmen vom Ninglinspo. Der Weg führt weiter Richtung Chefna, einem deutlich ruhigeren Bach, der in der Region einst noch aus einem anderen Grund bekannt war: Ende des 19. Jahrhunderts wurde hier tatsächlich nach Gold gesucht. Zwei alte Schächte erinnern heute noch an diese Zeit und wirken wie kleine historische Spuren mitten im Wald.
Schon bald begleitet mich das nächste Gewässer. Die Chefna schlängelt sich deutlich sanfter durch ihr Tal als der Ninglinspo. Zwischen Steinen, Moosen, Gräsern und kleinen Holzbrücken sucht sich der Bach seinen Weg durch die Landschaft. Mal verläuft der Wanderweg rechts vom Wasser, mal links davon. Fast unbemerkt schwingt man sich beim Gehen in den Rhythmus dieses Baches ein.
Schmale Pfade schlängeln sich entlang des Ninglinspos.
Auch hier entstehen immer wieder kleine Wasserbecken, die an heißen Tagen geradezu dazu einladen, die Füße ins kalte Wasser zu halten. Ich laufe jedoch weiter und entdecke wenige Meter später einen großen Felsen, der fast vollständig gespalten ist. Solche Kleinigkeiten sind es, die mich beim Wandern immer wieder faszinieren.
Überall gibt es etwas zu entdecken, wenn man sich die Zeit nimmt hinzuschauen.
An schönen Rastplätzen mangelt es unterwegs definitiv nicht. Einer davon wird zu meinem persönlichen Luxusmoment des Tages. Ich packe das liebevoll vorbereitete Baguette aus meinem Bed & Breakfast aus und gönne mir dazu belgische Pralinen. Ehrlich gesagt fällt es mir schwer, mir eine bessere Kombination vorzustellen. Schokolade, Natur und das beruhigende Plätschern des Wassers direkt neben mir.
Plötzlich raschelt es links von mir im trockenen Laub. Neugierig halte ich Ausschau nach dem Verursacher. Eine kleine Maus huscht zwischen den Blättern hindurch und verschwindet genauso schnell wieder, wie sie aufgetaucht ist. Hallo kleiner Waldbewohner.
Einige Kilometer später verändert sich die Landschaft plötzlich.
Wild und üppig grün sind die Pfade beim Wandern in der Wallonie.
Durch das kleine Dorf Quarreux
Statt schmaler Waldpfade laufe ich nun kurz entlang einer Straße und hoffe zunächst, dass dieser Abschnitt nicht allzu lange dauert. Zum Glück bleibt es nur ein kurzes Intermezzo.
Der kleine Ort Quarreux überrascht mich dabei richtig positiv. Zwischen modernen Gebäuden entdecke ich immer wieder traditionelle Ardennen-Steinhäuser. Manche wirken fast wie kleine Herrenhäuser, andere erinnern an uralte Bauernhöfe. Wer sich für Architektur interessiert, wird hier einige spannende Details entdecken.
Doch genauso schnell, wie der Straßenabschnitt begonnen hat, verschwindet er auch wieder. Die Straße wirkt ohnehin kaum befahren und eher wie eine ruhige Anwohnerstraße. Nach den vielen wurzeligen und steinigen Passagen fühlt sich der gleichmäßige Untergrund sogar kurz angenehm an.
Kurz darauf geht es unter einer Bahnbrücke hindurch, und ein vertrautes Rauschen wird immer lauter. Vor mir taucht der dritte Fluss dieser Wanderung auf: die Amblève.
Eine herrliche Kühle steigt vom Wasser auf. Gleichzeitig höre ich fröhliches Rufen und Lachen. Einige Menschen lassen sich auf Luftmatratzen den Fluss hinunter treiben und genießen den heißen Sommertag auf ihre ganz eigene Weise.
Andere versuchen ihr Glück beim Angeln. Während ich die Szene beobachte, muss ich plötzlich an Alaska denken. Zwischen den großen Steinen, dem klaren Wasser und den bewaldeten Hängen wirkt die Landschaft erstaunlich wild. Für einen kurzen Moment könnte ich mir fast vorstellen, dass hier Lachse flussaufwärts springen und irgendwo am Ufer ein Bär auftaucht.
Reiher am Fluss Amblève
Dann entdecke ich mitten im Fluss einen Fischreiher. Regungslos steht er auf seinem erhöhten Aussichtspunkt zwischen den Steinen und beobachtet konzentriert das Wasser unter sich. Einen besseren Platz hätte er sich kaum aussuchen können.
Für die letzten rund 800 Meter führt der Weg schließlich zurück Richtung Straße. Schon bald erreiche ich wieder den Parkplatz, an dem mein Fahrrad auf mich wartet. Während ich die Schuhe ausziehe und noch einmal auf die Wälder und Täler zurückblicke, habe ich das liebliche Rauschen des Wassers noch immer in den Ohren.
Vielleicht ist genau das das Schönste an dieser Wanderung. Nicht die Wasserfälle. Nicht die Brücken. Nicht die Felsen. Sondern dieses ständige Plätschern, das einen über Stunden begleitet und zusammen mit dem Vogelgezwitscher eine Ruhe schafft, die noch lange nach der Tour nachhallt.
Wallonie Wanderweg-Tipp für den Ninglinspo
Wer unterwegs merkt, dass die komplette Runde doch etwas zu lang wird, hat übrigens Glück. Die Route bietet zahlreiche Möglichkeiten für Abkürzungen.
Auf den Wanderkarten sind verschiedene Verbindungen eingezeichnet, mit denen sich die Strecke problemlos verkürzen lässt. Egal, ob die Sonne zu stark wird, die Verpflegung vergessen wurde oder die Beine einfach schwer werden – hier muss niemand die gesamte Runde durchziehen.
LESETIPP
Wenn du Küstenwanderwege magst, solltest du dir unbedingt einmal den Fernwanderweg GR21 in der Normandie anschauen. Hier war ich im Herbst 4 Tage entlang der spektakulären Kreidefelsen zwischen Le Havre und Fécamp unterwegs.
Wallonie Wandertipp Nr. 2: Entlang der Hoëgne – Holzbrücken und schattige Wege entlang des rauschenden Flusses
DATEN UND FAKTEN
Streckenlänge: 11,4 km
Dauer: 4 Stunden
Höhenmeter: 220 hm bergauf, 230 hm bergab
Schwierigkeit: leicht
Parken/ Startpunkt: Parkplatz an der Ponte de Belleheid
Restaurant-Tipp: Am Start- und Endpunkt gibt es eine charmante Einkehrmöglichkeit, entlang der Strecke selbst nicht. Hier empfiehlt es sich, ein Jausenpaket einzupacken.
Hotel-Tipp: 7,2 Kilometer vom Wanderstart entfernt befindet sich das privat geführte BnB Le Bois Dormant. Wundervoll begrünt ist das historische Fachwerkhaus, in dem du Ruhe und ein liebevoll zubereitetes regionales Frühstück genießen kannst.
Zahlreiche Brücken führen mich über den Wanderweg.
Entlang der Hoëgne in den belgischen Ardennen
Falls du dich fragst, ob die Wanderungen in der Wallonie wirklich so schön sind, wie alle behaupten, dann lautet meine Antwort ganz klar: Ja! Und zwar sogar gefährlich schön. Denn je mehr Zeit ich hier verbringe, desto öfter erwische ich mich bei dem Gedanken, dass ich eigentlich gar nichts anderes mehr wandern möchte.
Die belgischen Ardennen haben genau die Mischung, die ich an heißen Wandertagen besonders liebe: Die Wege sind unkompliziert, Höhenangst spielt keine Rolle, und trotzdem wird es landschaftlich nie langweilig. Statt schweißtreibender Anstiege erwarten mich sanfte Hügel, schattige Wälder und vor allem immer ein abkühlender Fluss.
Der sorgt nicht nur für eine angenehme Abkühlung an heißen Tagen, sondern auch für dieses stetige Rauschen im Hintergrund, das jede Wanderung sofort entschleunigt.
Genau das zeigt sich auch auf dieser Tour entlang der Hoëgne. Schon am Parkplatz werde ich zum ersten Mal ausgebremst. Eigentlich möchte ich sofort loslaufen, doch daraus wird nichts. Der Vortag hat reichlich Regen gebracht, heute scheint die Sonne. Die Wege können zwar stellenweise etwas matschig sein, weshalb wasserdichte Schuhe definitiv keine schlechte Idee sind. Dafür trägt der Fluss jetzt besonders viel Wasser und entfaltet seine volle Kraft.
Wer gerne mit Langzeitbelichtungen experimentiert, wird an der Wanderung entlang der Hoëgne großen Spaß haben.
Und so rauscht die Hoëgne gleich unter der allerersten Holzbrücke mit beeindruckender Kraft durch ihr Bett. Das Wasser schießt über Steine und kleine Kaskaden hinweg, Gischt steigt auf und überall entstehen kleine Strudel und Verwirbelungen. Natürlich kann ich nicht einfach vorbeigehen. Also baue ich erst einmal mein Stativ auf und beginne mit Langzeitbelichtungen zu experimentieren. Das fließende Wasser wirkt auf den Bildern fast wie seidiger Nebel. 20 Fotos später habe ich also immer noch erst 10 Meter zurückgelegt. Tja, so ist das wohl, wenn man in der Wallonie wandern geht.
Wer gerne fotografiert, sollte für diese Wanderung deshalb unbedingt mehr Zeit einplanen als ursprünglich gedacht, ich empfehle sogar die doppelte Zeit, die Komoot veranschlagt.
Die Hoëgne liefert gefühlt alle paar Minuten neue Motive. Wasserfälle, Stromschnellen, moosbewachsene Felsen, kleine Brücken und ständig wechselnde Lichtstimmungen sorgen dafür, dass man permanent stehen bleibt.
Fotografie-Tipp für alle IPhone Besitzer:
Live Modus einstellen, Handy beim Fotografieren des Flusses still halten und anschließend oben links anstatt live “Langzeitbelichtung” wählen. So erhältst du auch mit dem Handy den Weichzeichner-Effekt der langen Belichtungsdauer, ganz ohne schwere Kameraausrüstung.
Wasserfälle und malerische Brücken
Irgendwann reiße ich mich aber dann aber doch los und folge dem Weg flussaufwärts.
Wie so oft in der Wallonie führt der Pfad zunächst durch dichten Wald, permanent begleitet vom Rauschen der Höegne. Mal verläuft der Weg direkt am Ufer, dann wieder einige Meter oberhalb des Flusses. Kaum habe ich mich an einen Anblick gewöhnt, wartet hinter der nächsten Kurve bereits der nächste.
Besonders schön finde ich die vielen kleinen Wasserfälle, die sich überall entlang der Hoëgne bilden. Das Wasser stürzt über Felsstufen, sammelt sich in Becken und sucht sich anschließend seinen Weg weiter talwärts. An manchen Stellen wirken die Felsen fast so, als hätte jemand sie eigens für diese Kulisse arrangiert. Gerade heute – nach dem starken Regen gestern – bildet sich eine Kulisse, an der ich mich gar nicht sattsehen kann.
Nur einer der Wasserfälle entlang der Hoëgne
Doch so schön es hier auch ist, irgendwann muss ich mich losreißen, es liegen immerhin noch so einige Kilometer vor mir. Der nächste Abschnitt führt über hübsch angelegte Holzstege. Ständig wechsele ich die Uferseite und kann gar nicht mehr zählen, wie viele Brücken ich im Laufe des Tages überquere.
Man könnte dieses Gebiet doch glatt auch “Das wallonische Wander-Venedig” nennen.
Das macht die Wanderung unglaublich abwechslungsreich und sorgt dafür, dass man die Hoëgne immer wieder aus neuen Perspektiven erlebt. Die Optik wird noch schöner, als ich die Pont Centenaire erreiche – wie schön kann eine Brücke bitte sein? Mit den geschwungenen Hölzern muss sie doch der Beweis sein, dass Elfen, Feen und Co existieren. Zu märchenhaft!
Je länger ich unterwegs bin, desto mehr verstehe ich, warum diese Wanderung als eine der schönsten Flusstouren der Wallonie gilt.
Danach entfernt sich die Route langsam vom Wasser und führt tiefer in die umliegenden Wälder hinein. Die Wege bleiben angenehm zu gehen, und die Landschaft verändert sich nur langsam. Hohe Bäume spenden Schatten, Vogelstimmen begleiten den Weg, und immer wieder öffnen sich kleine Lichtungen zwischen den Stämmen.
Dieser uralte Baum hätte sicherlich viele Geschichten zu erzählen.
Auch wenn die Hoëgne nun nicht mehr ständig direkt neben mir verläuft, bleibt die Ruhe des Flusstales irgendwie erhalten.
Am Ende der Runde wird mir einmal mehr klar, warum ich die Wallonie so gerne mag. Es sind nicht die spektakulärsten Berge Europas. Es sind nicht die dramatischsten Schluchten. Aber genau diese Mischung aus Wasser, Wald, Ruhe und entspanntem Wandern schafft etwas, das viele andere Regionen einfach nicht haben.
LESETIPP
In den Wäldern der Vogesen mit Buntsandsteinformationen und ebenso rund um die Dörfer der Elsässischen Weinstraße findest du unzählige Wandermöglichkeiten, die keine Wünsche offen lassen. Hier findest du meine besten Tipps zum Wandern im Elsass in Frankreich.
Diese abwechslungsreiche Rundwanderung verbindet die schönsten Seiten der Wallonie: aussichtsreiche Höhenwege, markante Felslandschaften, charmante Dörfer und entspannte Flusspfade entlang der Amblève.
Von Aywaille nach Remouchamps
Schon kurz nach dem Start in Aywaille lasse ich die letzten Häuser hinter mir und tauche in die Wälder oberhalb des Amblève-Tals ein. Der Weg gewinnt schnell an Höhe und führt auf breiten Wegen durch einen schattigen Wald bergauf. Die Sonne bricht durch die Blätter und motiviert mich für den Anstieg. Dann lichtet sich der Wald allmählich. Die Landschaft öffnet sich und macht Platz für Wiesen, Pferdekoppeln und einzelne Häuser.
Diese niedlichen Ponies habe ich während meiner Wanderung getroffen.
Für einen Moment fühlt sich die Wanderung fast wie ein Spaziergang durch die ländliche Bilderbuch-Wallonie an.
Wenn du Glück hast, begegnet dir hier sogar der flauschige weiße Esel, der für mich zu den heimlichen Stars dieser Wanderung gehört. Falls du ihn siehst, grüß ihn gerne von mir.
Kurz darauf erreiche ich das landschaftliche Highlight der Tour: die berühmten Felsen der Heid des Gattes (wallonisch für Ziegenhügel). Die steilen Kalkhänge ragen markant aus der Landschaft heraus und gehören zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten rund um Aywaille. Mit etwas Glück lassen sich hier sogar die Ziegen beobachten, die auf den felsigen Hängen erstaunlich trittsicher unterwegs sind. Heute scheint ihnen die Sommerhitze allerdings etwas zu schaffen zu machen. So sehr ich auch Ausschau halte – keine Spur von ihnen.
Blick auf die Felsen der Heid des Gattes
Hinter der Heid des Gattes führt der Weg weiter durch dichte Waldabschnitte und erreicht schließlich den Aussichtspunkt Walter Fostier. Hier wartet nicht nur eine Überdachung für eine wohlverdiente Pause, sondern auch einer der schönsten Ausblicke der gesamten Tour.
Am Walter Fostier Aussichtspunkt
Tief unter mir erstreckt sich das Amblève-Tal samt der Stadt Remouchamps, dazwischen schlängelt sich der Fluss durch die Landschaft.
Von hier beginnt schließlich der Abstieg Richtung Remouchamps, dessen letzter Abschnitt auf einem engen Bachlauf über Steine führt. Gut, wenn man rutschfestes Schuhwerk und lange Hosen trägt.
Remouchamps
Remouchamps begrüßt mich mit floral dekorierten Steinhäuschen, die mir ein leises „Ach, wie hübsch“ entlocken. Hier pausiere ich die Aufzeichnung meiner Wanderung erstmal und weiche für den Mittag von der Route ab. Denn in Remouchamps ist es an der Zeit für eine Einkehr und anschließend für ein wenig Kulturprogramm, bevor es auf der Wanderung weitergeht.
Traumhaftes Steinhaus in den Gassen von Remouchamps
Idyllische Ecke in Remouchamps
Im Restaurant La Chevrière werden gigantische Toasts serviert. Was simpel klingt, kommt hier mit reichlich Salat und karamellisierten Zwiebeln daher – köstlich!
Gestärkt spaziere ich die wenigen Schritte hinüber zu den Grotten von Remouchamps. Bei einer Führung erkunde ich auf knapp einem Kilometer die unterirdischen Höhlen und lerne auf der anschließend längsten unterirdischen Flussfahrt Europas etwas über die lebenden und nicht lebenden Bewohner der Tropfsteinhöhlen. Ein eindrucksvolles Erlebnis, das ich nur jedem empfehlen kann.
Tropfsteinformationen in den Höhlen
Bootsfahrt in den Grotten von Renouchamps
Von Remouchamps nach Aywaille
Nach diesem kurzen Sightseeing-Intermezzo verlasse ich Remouchamps wieder und setze meine Wanderung fort. Die zweite Hälfte der Runde führt nun auf der gegenüberliegenden Seite der Amblève zurück Richtung Aywaille.
Anders als am Vormittag wird es jetzt deutlich entspannter. Die Höhenmeter liegen bereits hinter mir, stattdessen begleitet mich der Fluss fast durchgehend auf einem angenehm flachen Weg.
Schon kurz hinter den ersten Häusern von Remouchamps überquere ich eine Brücke und werfe noch einmal einen Blick auf die Amblève. Breit und kraftvoll schlängelt sie sich durch das Tal, eingerahmt von dichten Wäldern, die zum Sommeranfang in den unterschiedlichsten Grüntönen leuchten.
Die Amblève fließt eingerahmt von dichten Wäldern.
Nur für einen kurzen Moment entfernt sich der Weg vom Wasser und führt durch ein Wohngebiet.
Über eine weitere Brücke gelange ich schließlich zurück an die Amblève. Schon nach wenigen Minuten taucht der Eingang des Schlossgutes von Dieupart auf.
Wenig später öffnet sich die Landschaft erneut. Über eine frisch gemähte Wiese hinweg fällt mein Blick auf den steinernen Turm einer kleinen Kapelle. Gleichzeitig liegt der Duft von frischem Heu in der Luft. Für mich gibt es kaum einen Geruch, der den Sommer besser einfängt als dieser.
Gut Dieupart
Kapelle von Aywaille
Kurz darauf führt mich eine Fußgängerbrücke erneut über den Fluss. Von hier oben eröffnet sich ein besonders schöner Blick auf die breite Amblève. Das Wasser zieht gemächlich zwischen den bewaldeten Hängen hindurch und wird auf beiden Seiten von dichtem Grün eingerahmt. Wieder zurück am Ufer entdecke ich wenig später am Hang die Überreste eines alten Steinbruchgebäudes. Anschließend führt mich der Weg vorbei an Sport- und Spielplätzen in den Stadtpark von Aywaille. Immer wieder ergeben sich zwischen dichten Sträuchern und Bäumen kleine Sichtfenster auf das gegenüberliegende Ufer. Dort schmiegen sich hübsche Häuser in die Landschaft.
Aywaille Steinbruch
Direkt am Wasser entdecke ich unter einer kleinen Weide die erste Libelle des Tages. Nur wenige Minuten später schwimmt eine Gänsefamilie mit mehreren flauschigen Jungtieren vorbei. Hach, wie herrlich sind Wanderungen im Mai doch!
Schließlich überquere ich noch eine letzte Brücke, die mich direkt ins Zentrum von Aywaille führt. Hier kehre ich ins “Le coq en pate” ein und lasse den Abend entspannt und lecker ausklingen.
LESETIPP
Hast du Lust auf Natur, Weite, charmante Dörfer und eine große Portion Magie in der französischen Bretagne?
Dann schwing dich doch einfach mit mir aufs Rad und erfahre in diesem Blogartikel alles über meine einwöchige Radreise auf der Traversée Bretonne.
Es lohnt sich nicht nur Wald und Flüsse in der Wallonie zu betrachten, auch die Ortschaften sind sehr sehenswert. Folgendes solltest du auf keinen Fall verpassen.
Spa – Stadt des Wellness
Der belgischen Stadt Spa haben wir unseren Wellness-Begriff schlechthin zu verdanken, und auch heute noch kannst du historische Badehäuser betrachten sowie besuchen. Doch auch abseits der Thermalbecken bietet Spa einiges zum Entdecken. Die schönsten Sehenswürdigkeiten sind:
Maison Charlier (Jugendstilhaus)
Kirche Notre-Dame
Pouhon Pierre le Grand
Casino von Spa
Ehemaliges Thermalbäder
Brasserie des Bobelines
Galerie Léopold 2
Diverse Pierrot-Skulpturen, die du in der ganzen Stadt findest
Mein Restaurant Tipp für Spa ist das charmante Le Rest’O des amis. Das familiengeführte Lokal überzeugt mit modernem Interieur und köstlicher Küche.
Das historische Thermalbad in Spa
Brasserie des Bobelines
Eine der vielen Pierrot-Skukpturen in der Stadt
Casino von Spa
Grotten von Remouchamps
In meiner dritten Wanderroute erwähnte ich sie bereits, die Grotten von Remouchamps. Mit der längsten unterirdischen Flussfahrt Europas und den vielen beeindruckenden Höhlen sind sie unbedingt einen Besuch wert. Teils bist du bis zu 83 Meter tief unter der Erde, in der Höhle “Kapelle” trennt die Deckenwand hingegen nur sechs Meter von der Erdoberfläche. Bei einer Führung erfährst du viel Spannendes zur Entstehung der Höhle sowie zu den kaum sichtbaren Bewohnern.
Große Steingebilde hängen von der Tropfsteindecke.
Tropfsteine in den Höhlen von Remouchamps
Bierbrauerei Elfique
Die Belgier dürfen beim Brauen ihrer Biere anders als wir Deutschen richtig kreativ werden, denn das Deutsche Reinheitsgebot gilt nunmal nur bis zu unserer Grenze. Gerade kleine familiengeführte Brauereien bieten dir in Belgien eine fantastische Mischung aus hohem Qualitätsversprechen und spannenden Aromen.
In der Nähe meiner liebsten Wanderrouten ist die Brasserie Elfique besonders empfehlenswert.
Kleine Bierkunde mit Gerste & Malz
Drei große Braukessel in der Brasserie Elfique
In einem an die 500 Jahre altem Steingebäude, welches einst einer Eisenfarbik diente, befindet sich heute die Brauerei Elfique. Namensgebend sind die Steilhänge, auf denen laut alten Sagen Elfen leben. Zauberhaft ist zweifelsfrei die Lage. Denn die Brauerei und auch das hauseigene Restaurant liegen direkt am Fluss mit Blick auf die felsigen Hänge. So kannst du beim Essen einen traumhaften Ausblick genießen.
Doch die Gerichte sind hier nur die Stars der zweiten Reihe, auf dem obersten Treppchen stehen die hausgebrauten Biere. Von Triple Blond, über IPAs bis hin zu dunklen Bieren, von eher klassischen bis zu verfeinerten Versionen mit geräucherten Eichenaromen – hier findet ganz sicher jeder sein neues Lieblingsbier. Selbst Menschen, die wie ich normalerweise Wein präferieren, ertappen sich beim genüsslichen Schlürfen des kühlen Blonden.
Wer mehr über die Geschichte der Brauerei und den Prozess der Bierherstellung erfahren will, meldet sich zu einer Führung an. Dabei lernst du, wie wirklich jede einzelne Zutat und jeder Produktionsschritt den Geschmack des Bieres beeinflussen kann. So entstehen hier am Ende 12 spannende Sorten, die du anschließend im Restaurant verkosten kannst.
Die richtige Unterkunft kann den entscheidenden Unterschied in einem Urlaub machen, erst recht, wenn der Körper nach dem vielen Wandern nachts zur Ruhe kommen soll. Fantastisch schlafen und dich richtig wohlfühlen kannst du in diesen drei Unterkünften.
Idylle zwischen mähende Nachbarn und Runden im Pool
DasBnB La Couette de l’Ours in Aywaille bietet großzügigen Raum für alle, die länger bleiben wollen. Das Staunen beginnt schon auf der riesigen Terrasse, die nicht nur wunderbar begrünt wurde, sondern auch den Blick auf eine kleine Schafherde freigibt. Genüsslich grasen deine Nachbarn, während du dir hier morgens das großzügige Frühstück schmecken lässt. Von verschiedenen Müsli Optionen, über frisches Baguette und köstlichen Käse bis hin zu diversen süßen Aufstrichen – alles steht parat, um dir einen grandiosen Start in den Tag zu garantieren.
Lauschige Plätze im BnB La Couette de l'Ours
Gemütliche Terrasse im BnB La Couette de l'Ours
Der einzige Nachteil dieser Unterkunft: Es wird dir schwerfallen, zur Wanderung aufzubrechen. Denn das große Wohnzimmer sowie das überaus gemütliche Bett verlocken zum Bleiben und Entspannen. Zudem könntest du dich auch vor Ort sportlich betätigen, immerhin gehört ein Privatpool zu deiner Unterkunft. Ja, richtig gelesen, ein Pool, ganz für dich allein.
Also plane lieber mehr Zeit ein, wenn du herkommst, um dieses liebevoll eingerichtete BnB und seine Ruhe voll und ganz genießen zu können.
Das erste “Wow” huscht einem über die Lippen, wenn man die Einfahrt vom Le Bois Dormant in Spa betritt. Das weißrote Häuschen könnte direkt aus einem Märchen entsprungen sein. Erstaunen wird abgelöst von Heimeligkeit, als mich die Vermieterin begrüßt und die Holztreppe zu meinem Zimmer hinauf führt. Frische Luft strömt durch die weit geöffneten Fenster, und zur Begrüßung steht eine Schüssel mit frisch geschnittenem Obstsalat bereit. Diese kleine Geste gibt mir sofort das Gefühl nach Hause zu kommen, als hätte deine dich liebende Oma schon auf dich gewartet und dir die schönsten Kirschen vom Baum gepflückt.
Dieses Gefühl verstärkt sich, als ich später frage, ob ein Frühstück am nächsten Tag vor 8 Uhr möglich wäre. Ist es nicht. Denn ein gutes Frühstück muss sein, und zu einem guten Frühstück braucht es auch wirklich gutes Brot. Der Bäcker, der dieses liefert, öffnet aber nicht so früh. Also passe ich meinen Wanderstart am nächsten Tag an und werde dafür nicht nur mit köstlichem Baguette und einer feinen Käseauswahl, sondern auch mit einem frischen Croissant belohnt. Zuhause weiß man eben, was einem guttut.
Im R Hotel in Remouchamps fühlt es sich weniger wie Zuhause an, dafür aber wie im perfekten Hotel für einen sportlichen Urlaub. Die Zimmer sind modern eingerichtet, mit kleinen Design-Hinweisen auf die vielen hervorragenden Radwege der Region.
Viel Platz bieten nicht nur Betten und Dusche, sondern auch die Buffettheke. Das ist auch nötig, denn das Frühstück braucht Raum. Von frischen Honigwaben, Obst und Gemüse, über Eierspeisen, Käse- und Wurstplatten bis zu Joghurts, Quark, Müsli – ach du merkst es schon, es ist riesig. Sogar eine Saftpresse steht bereit, sollte dir also nach frischem Grapefruitsaft sein – kein Problem!
Da es morgens noch regnet, plane ich meine heutige Route erstmal ganz gemütlich im Bett.
Blick aus meinem Fenster im R Hotel
Das reichhaltige Frühstücksbuffet im R Hotel
Sollten dich die Wanderungen in der Wallonie noch nicht ausgepowert haben, kannst du dir einen Tagespass für das hauseigene Fitnessstudio holen und dort nochmal alles geben.
Dieser Blogartikel enthält meine persönlichen Empfehlungen in Form von sogenannten Affiliate Links.
Wenn du etwas über diese Links buchst oder kaufst, dann erhalte ich eine kleine Provision.
Wichtig: Für dich ändert sich der Preis dadurch nicht.
Tausend Dank für deine Unterstützung!
Wallonie, ich komme wieder!
Fazit: Wandern in der Wallonie
Ich höre es noch immer, das beruhigende Rauschen der Flüsse der Wallonie, das Vogelgezwitscher, das Mähen der Schafe. Ein Sound, der für mich pure Idylle bedeutet und meinen Puls direkt langsamer werden lässt. Diese Region Belgiens mit ihren sanften Hügeln, netten Gastgebern und märchenhaften Wanderwegen ist zweifelsfrei ein Geschenk für alle Naturfreunde, die nicht immer höher und weiter müssen, sondern genussvolle Trails suchen.
Gastautorin Nicole Bittger vom Reiseblog PASSENGER X
Über die Autorin
Nicole Bittger ist reisesüchtige Foodie & Coffee Nerd aus Berlin mit großer Fotoleidenschaft, einem Herz für Tiere und die Natur. Auf ihrem BlogPASSENGERX nimmt sie dich auf Outdoorabenteuer und Genusstouren durch die ganze Welt mit.
Dabei begeistern sie vor allem die kleinen Dinge, die zwischenmenschlichen Momente, Düfte und Sounds, die glücklich machen, sowie Aussichten, die ein “Wow” wert sind.
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